Volleyball U 16-Jungs weiterhin auf Erfolgskurs


Am Samstag spielten die Ellwanger U 16 – Volleyballer in der Rundsporthalle um die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften. Ein vorderer Platz in der Sechsergruppe war hierzu erforderlich.

3 Gegner waren bereits aus der Vorrunde bekannt. Dort konnte man gegen diese Mannschaften deutliche Siege erringen. Trotzdem musste man hoch motiviert antreten, denn auf diesem Niveau können alle Jungs ordentlich Volleyball spielen. Das Starterfeld wurde noch von zwei unbekannten Teams aus Waiblingen und Fellbach gefüllt. Begonnen wurde in zwei Dreiergruppen. Dort mussten die Ellwanger gegen Spraitbach und Fellbach antreten.

Gleich zu Beginn des ersten Spiels gegen Spraitbach merkte Trainer Volker Hirschmiller, dass es nicht rund laufen wollte. Hatte man den Gegner in der Vorrunde noch sicher beherrscht, gelang dies im ersten Satz überhaupt nicht. Die großen sprungkräftigen Jungs aus Spraitbach konnten die Ellwanger ungewohnt oft mit ihren Angriffen unter Druck setzen. So ging es im Gleichschritt dem Satzende zu. Eine ungewöhnliche Situation brachte die Ellwanger dann vollends aus dem Tritt.

Was war passiert?
Der Schiedsrichter pfiff zum Aufschlag für die Spraitbacher, hatte aber leider übersehen, dass sich ein Spraitbacher Spieler die Schuhe band. Alle Spieler, einschließlich beider Trainer, machten den Schiedsrichter darauf aufmerksam, dass ein Spieler nicht bereit war. Während alle Spieler vom Geschehen abgewandt auf die Bereitschaft des Spraitbachers warteten, machte der Spieler am Aufschlag still und heimlich seinen Aufschlag. Der fiel völlig unbemerkt von den Ellwangern ins Feld. Die absolute Überforderung des jungen Schiedsrichters in dieser Situation konnte auch nicht durch den Hinweis einer Regelwidrigkeit durch den Ellwanger Trainer beeinflusst werden, da der Schiri bei seiner Entscheidung, den Punkt für Spraitbach zu werten, Unterstützung durch den Spraitbacher Trainer und seiner Betreuerin erhielt. Das konnte in der Halle überhaupt keiner verstehen. Da muss dem Spraitbacher Trainer, der sonst als absolut fairer Kontrahent bekannt ist, absolut der Gaul durchgegangen sein.

Letztendlich wurde der Satz dann sicherlich nicht aufgrund dieser schlimmen Entscheidung mit 20:25 verloren, sondern durch die fehlende Harmonie und die fehlende Kampfbereitschaft innerhalb der Ellwanger Mannschaft.

Einen Vorteil hatte dieser Vorfall dann doch. Die Jungs wurden von ungeheurem Ehrgeiz gepackt und konnten ihr gewohnt sicheres Spiel aufbauen. Jetzt klappten auch die harten Angriffe von Tom Wenczel wieder und so konnte man sich im zweiten Satz sehr deutlich mit 25:14 durchsetzen.

Der Tiebreak musste entscheiden. Die Ellwanger spielten auch hier hochkonzentriert und konnten am Ende das Feld als Sieger verlassen. Das Satzergebnis von 15:12 war zwar nicht überzeugend, aber man hatte während des Tiebreaks immer die Kontrolle über das Spiel.

In der 2. Partie musste man gegen den unbekannten Gegner aus Fellbach antreten. Aber beim Einspielen war schon zu sehen, dass man dieses Spiel nutzen konnte, um ein paar Dinge auszuprobieren. Die Satzergebnisse von 25:7 und 25:14 waren dann auch nicht überraschend.

Im Halbfinale standen dann wieder die „alten Bekannten“ aus Dettingen gegenüber. Leider musste der Dettinger Trainer auf einen seiner „Besten“ verzichten, da dieser sich an diesem Tag auf die Konfirmation vorbereiten musste. Schade, denn ohne komplettes Team war es den Dettinger nicht möglich, die Ellwanger ernsthaft unter Druck zu setzen. Auch hier war das Ergebnis am Ende mit 25:6 und 25:17 eindeutig. Leider konnte sich Dettingen in dieser Besetzung auch nicht im kleinen Finale gegen Mutlangen durchsetzen und muss somit auf eine Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften verzichten. Da wäre mehr drin gewesen.

Die Ellwanger hatten dieses Ziel durch das Erreichen des Finales schon in der Tasche. Hier durfte man nochmals gegen Spraitbach antreten. Diesmal ließen die Jungs nichts anbrennen und sicherten sich mit 25:20 und 25:17 völlig verdient den Turniersieg.

Es spielten:

Hannes Hirsch, Jannis Hirschmiller, Raphael Kühner, Johann Schuster, Tobias Van der Jagt, Tom Wenczel