Baseball: Herren und Schüler gewinnen


17. MAI 2015 – LANDESLIGA – 18-2 Sieg

ELKS gewinnen zuhause gegen Schwäbisch Hall – Homerun als Krönung

Ellwangen (kl): Nach knapp zwei Stunden war das Nachbarschaftsduell zwischen den TSV Baseballern und der Konkurrenz von den Schwäbisch Hall Renegades vorbei.

Und derjenige, der als Erster den Ball ins Spiel gebracht hatte, beendete auch die Partie, indem er ihn zu einem 3-Punkte-Homerun über den Zaun schlug:
ll-170515-alexDer Held des Tages war eindeutig Spielertrainer Alexander Wanzek. Er glänzte sowohl als Werfer, der über vier Innings nur zwei gegnerische Punkte zuließ, sondern befeuerte mit seinen drei Basehits auch die Offensive der ELKS.

Ebenso überzeugend agierte auch das Ellwanger Jungtalent Dominik Guthardt, der mit drei weiten Schlägen ins Haller Outfield den Punktestrom aufrecht hielt und in der Feldverteidung mit großer Reichweite und feinen Catches brillierte. Insgesamt war es aber eine solide Mannschaftsleistung, die unablässig Druck auf die überforderten Renegades ausübte und damit den ersten Sieg, auch in dieser Höhe verdient, nach Hause brachte.

Das sehr junge TSV Team, in dem am Sonntag acht U21-Spieler aufliefen, zeigte damit zum ersten Mal, welch enormes Potential hinter dem Ellwanger Neuaufbau steht.


17. MAI 2015 – SCHÜLERLIGA – 16-17 Sieg.

Spannender Auswärtssieg in Göppingen

Nach einer in dieser Höhe vermeidbaren 11-4 Niederlage gegen Ulm fuhr das Schülerteam der Elks am Sonntag, 17. Mai, zum ersten Auswärtsspiel nach Göppingen. Die Hiobsbotschaft traf das Team direkt bei der Abfahrt am Bahnhof:
Pitcher Konstantin Schiele hatte sich am Vortag beim Fußball spielen den Arm gebrochen. Doch man muss ihm hoch anrechnen, dass er zur Unterstützung seines Teams mitfuhr und einen ganz wichtigen Job als First Base Coach erledigte.
Aufgrund der Ergebnisse in der Liga war klar, dass das Spiel gegen die Green Sox auf Augenhöhe stattfinden würde. Und der amerikanische Trainer Geoff Atwater war immer gut für Überraschungen mit der Aufstellung seiner Spieler.

In den ersten beiden Innings erzielten die Elks am Schlag jeweils nur einen Run. Die Jungs kamen einfach nicht mit den Würfen des Heim-Pitchers zurecht.
Ludwig Behr begann als Starting Pitcher, konnte u.a. auch 15 Strikes werfen, damit auch zwei Strikeouts, konnte aber einen Homerun des Göppinger 3rd Baseman nicht verhindern. Das Heimteam führte dadurch 4-1.
Im zweiten Inning brachte Coach Luise Jakob den Einwechselwerfer Claudius Schiele. Auch er schaffte 16 Strikes, ebenso zwei Strikeouts, aber genau wie bei Ludwig konnte er einen Homerun, diesmal durch den Outfielder der Green Sox, nicht verhindern. Göppingen erhöhte auf 7-2.
bb-schueler-hpgop-2015Auch im dritten Inning brachten die Elks gegen den Göppinger Pitcher keine Punkte zustande. Aber jetzt in der Verteidigung übernahm Leopold Behr die Aufgabe als neuer Pitcher. Und er stoppte im wahrsten Sinne des Wortes sämtliche Angriffsbemühungen der Green Sox.
In allen vier Innings ließ er insgesamt nur einen Run zu. Zudem kam er bei insgesamt 82 geworfenen Pitches auf 11 Strikeouts und war so maßgeblich an der Aufholjagd der Jungelche beteiligt. Und die begann zu Anfang des vierten Innings:

Basehits von Leopold Behr, Theo Dostal, Romeo Rebellato, Ilyas Toth und Ludwig Behr und auch konzentriertes Baserunning reichten für sechs Punkte auf der Anzeigetafel und damit zu einer knappen 8-7 Führung. Im fünften Inning gelang jedem Team ein Punkt, damit 9-8 für die Elks. Göppingen hatte zwischenzeitlich einen neuen Pitcher auf den Werferhügel gestellt. Und die Taktik des Göppinger Trainers ging fast auf.
Die Elche konnten ihre schnellen Hufe nicht unter Kontrolle bringen und verfehlten ein ums andere Mal die langsamen Pitches. Doch durch einige Freiläufe aufgrund schlecht geworfener Bälle erzielten die Elks im sechsten und im siebten Inning jeweils weitere vier Punkte. Der neue Zwischenstand lag jetzt bei einer 17-8 Führung für die Elks. Da Leopold bereits vier Innings geworfen hatte, musste ein erneuter Pitcherwechsel vollzogen werden.

Coach Luise Jakob sprach nun Claudius Schiele das Vertrauen aus. Aber das Spiel dauerte jetzt schon drei Stunden und Claudius war dem Druck nicht gewachsen. Durch Freiläufe aufgrund ungenauer Würfe füllte er die Bases. Ein Wechsel mit Ludwig Behr schaffte neue Hoffnung, da er das erste Aus durch ein Strikeout erzielte. Doch auch hier gingen die Freiläufe weiter und so schoben die Green Sox Punkt um Punkt über die Homeplate. Mittlerweile stand es nur noch 17-14 für die Elks. Coach Luise Jakob saß bereits schon längere Zeit mit geschlossenen Augen auf der Mannschaftsbank und überlegte eine neue Pitcher-Variante.
Und die Entscheidung traf auf Patrick Gröger. Auch er als ein Teilnehmer des Winter-Pitching-Trainingsprogramm hatte er die Pitching-Bewegung schon öfters geübt. Nur hatte er bereits fünf Innings als Catcher hinter sich.

Entweder dachte er an den morgigen Schultag, auf den er sich schon freute oder an den vorbestellten Hot Dog, den es nach dem Spiel geben sollte, auf jeden Fall zeigte er keinerlei Nervosität ob der kniffligen Situation, in der er sich mit seinem Team befand.
Und alle Anwesenden trauten Ihren Augen nicht: Gleich seinen ersten Schlagmann warf er Strike Out. Danach folgten drei Freiläufe, sodass jetzt die Situation von geladenen Bases bei zwei Aus und einer Führung von 17-16 entstand. Das bedeutete, dass auf dem dritten Base der sogenannte Ausgleich stand und am zweiten Base der Siegespunkt für Göppingen. Und der nächste Schlagmann war der Power Hitter, der bereits im 2. Inning einen Homerun über die Spielfeldbegrenzung jagte. Das sind Momente, wie sie nur Hollywood-Drehbücher erfinden können. Patrick gelang das nicht für möglich gehaltene: Er warf den Power Hitter strikeout…

Nach dem Strikeout-Pitch war auf der Homeplate ein Knäuel von roten Elks-Trikots zu beobachten, aus dem zeitweise eine weiße Gipsschiene ragte und Jubelschreie und Umarmungen. Was für ein Wahnsinnsspiel!
Vielen Dank an den Umpire und das Göppinger Team für diesen tollen Baseball-Nachmittag. Den Sieg hätten beide Mannschaften für ihr tolles Auftreten verdient gehabt.

Bericht Peter Hunke