Radsport: Verhaltener Start in die Saison 2018


Radsportler des TSV Ellwangen erwischen in Schönaich nicht alle ihren besten Tag –

Traditionell sind die Radsportler des TSV Ellwangen am Ostermontag in Schönaich in die neue Saison gestartet. Nach einer hervorragenden Vorbereitung mit Trainingslagern in Spanien und Kroatien, sowie mehreren tausend Trainingskilometern in den Beinen war die Anspannung vor dem ersten Rennen wie auch die Jahre zuvor wieder sehr hoch. Bei noch frostigen Temperaturen aber herrlichem Sonnenschein, war Daniel Walter bei den Junioren U19 der erste der an diesem Tag an den Start ging.

Noch lange nicht in der alten Form angekommen und leicht angeschlagen war die Vorfreude wieder ein Rennen bestreiten zu können riesig, durfte er doch fast auf den Tag genau gesundheitsbedingt ein Jahr lang nicht mehr an den Start gehen. Im Rennen der Junioren war der sehr anspruchsvolle neun Kilometer lange Rundkurs mit dem berüchtigten 14-prozentigen Schlussanstieg zehn Mal zu absolvieren. Für Walter galt es so lange wie Möglich im Feld zu bleiben und wichtige Rennkilometer zu sammeln. Dies gelang ihm mit Bravour. Er konnte sich bis über die Hälfte der Renndistanz immer wieder an der Spitze des Feldes zeigen.

Nach einer erneuten Tempoverschärfung am Berg musste er allerdings eine Lücke reißen lassen welche er nicht mehr schließen konnte, sodass er die letzten drei Runden alleine zurücklegen musste. Auch wenn es nach der Zieldurchfahrt nicht zu einer Platzierung gereicht hat, kann Walter mit diesem Rennen sehr zufrieden sein und positiv auf die ab Donnerstag anstehende 43. Internationale Junioren-Etappenfahrt in Cottbus blicken.

Daniel Walter in der Führungsarbeit an der Spitze des Feldes am Schlußanstieg

Nicht ganz so gut erging es seinem Bruder Thomas Walter bei seinem ersten Rennen in der U17 Juniorenklasse. Nach einer beindruckenden Leistungssteigerung und sehr guten Trainingsergebnissen im Frühjahr waren alle sehr gespannt, wie er den heftigen Aufstieg in die Juniorenklasse verkraften wird. Obwohl Walter sich am Berg eigentlich sehr wohl fühlt, machten ihm die Beine an diesem Tag einen Strich durch die Rechnung, sodass er das Feld schon in der ersten Durchfahrt am Schlussanstieg ziehen lassen musste. Auch wenn eine Platzierung an diesem Tag nicht mehr möglich war, nutzte er die verbleibenden Runden um wichtige Rennkilometer zu sammeln. Schon kommenden Sonntag hat Walter beim nächsten Rennen in Backnang die Möglichkeit, seine gute Form unter Beweis zu stellen.

Die Erwartungen voll erfüllen konnte an diesem Tag Laura Wieser. Nachdem sie erst vor einem Jahr mit dem Rennradfahren begonnen hatte und auch bei ihr dieses Jahr schon der Aufstieg in die Juniorinnenklasse anstand, hatte sie beim gemeinsamen Start mit der Frauen Eliteklasse eine Mammutaufgabe. Gemeinsam mit der mehrfachen Goldmedaillengewinnerin Lisa Brennauer am Start konnte Wieser erwartungsgemäß dem hohen Tempo im Feld zwar nicht folgen, zeigte sich aber kämpferisch und konnte so im Laufe des Rennens Platz um Platz gut machen. Total erschöpft konnte sie sich nach der Zielduchfahrt über den 15. Rang freuen.

Laura und Thomas bei der gemeinsamen Rennvorbereitung