Volleyball H1: Niederlage gegen Emmendingen


Regionalliga – Herren 1 (26.9.2020)

Die Rückkehr beginnt mit einer Niederlage 

Im Regionalliga Auftakt muss sich Ellwangen gegen Emmendingen deutlich mit 1:3 geschlagen geben.
Nach 21 Jahren schlugen die Volleyballer des TSV Ellwangen am Samstag erstmals wieder in der Regionalliga auf und trafen in der heimischen Rundsporthalle auf die BEG United aus Emmendingen. Trotz starkem Beginn durch die Ellwanger dominierten die Gäste aus dem Breisgau über weite Strecken des Spiels und gewannen am Ende mit 1:3.

Das erste Heimspiel in der neuen Regionalliga-Saison waren vielerlei Hinischt ein besonderes. Um den aktuellen Anforderungen hinsichtlich Hygiene und der  Minimierung von Ansteckungsrisiko gerecht zu werden, kam erstmals ein extra ausgearbeitetes Hygienekonzept zum Tragen. Mit einer Zuschauerbegrenzung von maximal 170 Personen, Nutzung der gesamten Tribüne sowie Sitzabstand und einer strikten Trennung von Sportlern und Fans verwandelte sich trotz der anhaltenden COVID19-Pandemie die Rundsporthalle in eine der Liga ebenbürtige Volleyballarena.

Die Virngrundrecken traten das Spiel mit einem vollzähligen Kader mit 13 Spielern an, was sich direkt bezahlt machte, da Mittelblocker Lorenz Liss sich beim Warm-Up unglücklich am Fuß verletzte und daher präventiv das Spiel von der Bank aus verfolgen musste. Für ihn rückte damit Michael Mahler im Schnellangriff nach. Mit einem furiosen Auftakt durch druckvolle Aufschläge und solider Blockarbeit erarbeiteten sich die Ellwanger eine zeitweilige 8:2 Führung und beendeten einen ungefährdeten ersten Satz mit 25:20.

Im zweiten Satz wendeten die Gäste aus dem Südwesten jedoch das Blatt und zwangen die Ellwanger mit taktischen Aufschlägen und effektiven Angriffen mehrmals zur Bodenarbeit welcher das Team aus dem Virngrund nur mangelhaft nachkam und damit schnell abgestraft wurden weshalb der Satz deutlich mit 13:25 an die Emmendinger ging.

Das Trainerduo um Jürgen Schwenk und Martin Pfitzer zogen erste Konsequenzen und versuchten mit taktischen Spielerwechseln mehr Konstanz in das Ellwanger Spiel zu bekommen. Die Eigenfehler auf Ellwanger Seite hielten dennoch auch im weiteren Spielverlauf an während die BEG United immer wieder mit präzise geschlagenen Diagonalangriffen brillierte. Eine nicht ausreichende Annahme auf der Ellwanger Seite und zu träge Abwehrarbeit machten es den Zuspielern Lenard Schwenk und Winfried Lingel extrem schwer ihre Angreifer effektiv zu bedienen. Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn des dritten Satzes setzten sich die Gäste zur entscheidenden Phase ab und entschieden auch diesen Satz mit 18:25 für sich.

Auch in Satz Nummer Vier konnten die Gastgeber die erste Hälfte nur zeitweise mit der  soliden Abwehrleistung der Emmendinger und deren intelligenten Angriffsspiel mithalten. Nach knapp 90 Minuten mussten sich die Ellwanger auch im vierten Satz deutlich mit 14:25 geschlagen geben.

„Jeder war heiß auf das Spiel und wir wollten zu viel. Das verhinderter in befreites Spiel“ resümierte Trainer Jürgen Schwenk direkt nach dem Spiel. Die Enttäuschung seitens der Virngrund-Volleyballer war zunächst deutlich sichtbar; ein Sieg oder eine weniger deutliche Niderlage an diesem historischen Tag war sicherlich das Ziel aller im Team der Virngrundrecken. „Dennoch ist es vielleicht auch nicht schlecht, wenn wir direkt zu Beginn der Saison unsere Grenzen aufgezeigt bekommen um uns frühzeitig auf kommende Spiele einzustellen“ bilanzierte Co-Trainer Martin Pfitzer mit Hinblick auf die Rolle des Neulings in der Regionalliga-Süd.

Als wertvollster Spieler wurde auf Ellwanger Seite Jannis Hirschmiller von den Gegnern aus Emmendingen gewählt.

TSV Ellwangen: Christian Kopp, Lenard Schwenk, Winfried Lingel, Jannis Hirschmiller, Janos Schaller, Julius Gaugler, Lorenz Liss, Markus Hoffmann, Markus Schimpf, Michael Mahler, Tobias van der Jagt, Florian Bruckmüller, Linus Liss.

Trainer: Jürgen Schwenk

Co-Trainer: Martin Pfitzer
Autor: bodendecke.de