Chronik: Basketball


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von Petra Göggerle

 

Basketball – Eine junge Abteilung
Basketball ist eine Sportart, die zur Zeit besonders bei Jugendlichen hoch im Kurs steht. Die Begeisterung für diesen Mannschaftssport begründet sich nicht zuletzt in der Streetballwelle, die von den USA auch zu uns nach Deutschland überschwappte. Streetball ist Basketball, das man in Dreier-Teams unter vereinfachten Regeln auf der Straße oder auf öffentlichen Plätzen spielt.

In Ellwangen hat Basketball sich jedoch schon seit mehreren Jahren fest etabliert und darf daher nicht nur als Modeerscheinung verstanden werden. Bereits 1987 gründete der TSV Ellwangen in Kooperation mit dem Peutinger-Gymnasium eine Basketball-Abteilung.

Die Anfänge des Ellwanger Basketball sind aber noch früher anzusetzen. Im Schuljahr 1981/82 nahm zum ersten Mal eine Schulmannschaft des PG mit ihrem Sportlehrer Hermann Weber beim Wettbewerb “Jugend trainiert für Olympia” teil. Die Zielsetzung damals war, eine Mannschaftssportart für Mädchen aufzubauen. Denn während die Jungen Fußball oder Handball spielten, gab es für die Mädchen kaum eine Möglichkeit, einen Spielsport zu betreiben.

Einen weiteren Meilenstein stellte die Gründung einer Basketball-AG am Peutinger-Gymnasium im Jahre 1984 durch Diplom-Sportlehrer Hermann Weber dar. Seither gab es in allen Altersklassen Schulmannschaften, die mit zunehmendem Erfolg bei Turnieren mitspielten.

Die erste Meisterschaft 1988/89 – B. Winkens, C. Lutz, E. Veit, J. Breitländer, G. Esdar, Thorsten Rehe, P. Göggerle

Auch 1996 waren die Basketball-AG und die Schulmannschaften des PG und mittlerweile auch des Hariolf-Gymnasiums und der Eugen Bolz-Realschule als Keimzelle der TSV Basketball-Abteilung anzusehen, denn viele Jugendliche finden den Weg in den Verein über den Schulsport. In den folgenden zweieinhalb Jahren machten die Mädchen große Fortschritte, und es zeigte sich, dass sie auch mit Vereinsmannschaften mithalten konnten.
Als man bei einem Freundschaftsspiel die Damen der DJK Aalen bezwang, schien der nächste Schritt klar zu sein, die Gründung einer eigenen Abteilung. Bei der Vorstandschaft des TSV Ellwangen fand dieser Wunsch ein offenes Ohr und sehr viel Unterstützung, so dass am 25.5.1987 die neue TSV Abteilung offiziell beim Württembergischen Basketballverband angemeldet werden konnte. Abteilungsleiter wurde Hermann Weber, der seitdem alle Fäden in Händen hielt. In der Saison 1987/88 nahm der TSV Basketball dann auch gleich mit zwei Mannschaften an den Meisterschaftsrunden teil. Die Damenmannschaft, deren Durchschnittsalter unter 17 Jahren lag, war das mit Abstand jüngste Team in der Bezirksliga.

Zum Kader gehörten Beate Becker, Julia Breitländer, Petra Brauchle, Gudrun Esdar, Petra Göggerle, Evi Veit und Birgit Winkens. Die drei zuletzt genannten hatten bereits über hundert Pflichtspiele für den TSV Ellwangen bestritten.

Ebenfalls viel jünger als ihre Gegner war die zweite Mannschaft, die bei den A-Jugendlichen an den Start ging. Beide Teams hatten jedoch durch Schul- und Hobbyturniere so viel Erfahrung gesammelt, dass sich das Abenteuer “aktive Spielrunde” nicht als Sprung ins kalte Wasser entpuppte, sondern zu einem echten Erfolg wurde. Die Damen belegten in ihrer ersten Bezirksligasaison den 5. Platz, und den A-Jugendlichen gelang sogar der Einzug in die Bezirksrunde. Von der damaligen A-Jugend blieben Claudia Lutz, Carolin Veit, Antonia Weber und Karin Winkens dem TSV treu und spielten mittlerweile in der Damenmannschaft.

1988, also ein Jahr später, gingen neben der C-Jugend weiblich auch zum erstenmal eine Herrenmannschaft an den Start. Zwei Jahre lang hielten die Herren in der Kreisklasse B ganz wacker mit, doch dann gab es immer wieder Personalprobleme. Schließlich musste die Mannschaft sogar abgemeldet werden. Daraufhin betreibt die Abteilung nun endlich auch im Jugendbereich verstärkte Nachwuchsarbeit und war bald wieder mit einer C- und B-Jugend vertreten. In der Saison 1988/89 landeten die Damen ihren ersten großen Erfolg. Obwohl sie nur den 2. Rang erreicht hatten, stiegen sie, dank glücklicher Konstellationen in die Landesliga auf und belegten einen sicheren 6. Platz.

In den folgenden Jahren schaffte man sogar noch bessere Plazierungen. So wurde die TSV Mannschaft vor der Saison 1992/93 gar als Meisterschaftsfavorit gehandelt. Aber daraus wurde nichts. Das Flaggschiff der TSV Basketballabteilung machte statt dessen nur negative Schlagzeilen und stieg am Ende sogar noch ab. Doch die Damen steckten den Kopf nicht in den Sand, sondern holten mit Markus Schmidt einen erfahrenen Trainer nach Ellwangen. Der Lohn war der souveräne sofortige Wiederaufstieg ohne Niederlage. Fast wäre dem Aufsteiger in der Saison 1994/95 die große Sensation gelungen. Bis zum Schluss hatten die Ellwangerinnen die Chance auf den Meistertitel. Doch letzthin fehlten zwei Punkte auf den Tabellenersten. Im Jugendbereich konnte der TSV in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge verbuchen. So heimsten die Mädchen mehrere Meistertitel auf Kreis- und Bezirksebene ein.

Das Jubiläumsjahr 1996, war ein Jahr des Erfolgs. Die Damenmannschaft schafft den Aufstieg in die Basketball-Oberliga.

Ferner konnten die Basketballer in der Saison 1995/96 mit acht gemeldeten Teams einen neuen Rekord feiern. Neben den Damen gab es wieder eine Herrenmannschaft. Bei den Jugendlichen traten sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen eine A-, B- und C-Jugend an. Hinzu kamen noch eine Freizeitgruppe und ganz neu eine Minigruppe. Zur festen “Tradition” wurde inzwischen auch das Streetballturnier beim Ellwanger Stadtfest, das 1993 viele Spieler und Zuschauer anlockte.

Die größten Highlights stellten allerdings die beiden internationalen Turniere 1992 und 1994 dar. Obwohl die Abteilung verhältnismäßig klein ist und aus meist jugendlichen Mitgliedern besteht, wurde die 2-tägige Veranstaltung mit 18 Mannschaften aus Ungarn, Tschechien, Italien und Deutschland jedesmal ein großer Erfolg. Für phantastische Atmosphäre beim TSV Turnier spricht vor allem, dass neben vielen anderen mit den Damen aus Prerov (Tschechien) und dem Regionallisten aus Ansbach beide Sieger des ersten Turniers auch bei der zweiten Veranstaltung wieder antraten. Und das, obwohl beide Teams eine Klasse für sich waren und keine Gegner sie ernsthaft gefährden konnte.

Eine positive Begleiterscheinung dieses Turniers waren die mittlerweile freundschaftlichen Kontakte zur Ellwanger Partnerstadt Abbiategrasso und den Damen aus Prevoc. So war die männliche Jugend des TSV zu einem dieser Gegenbesuche in Italien, und die Damen konnten bei einem Turnier in Prevoc erleben, wie man in den höchsten tschechischen Ligen Basketball spielt.

Das 150jährige Jubiläum des TSV werden die Basketballer mit einem großen Turnier für Herren- und Damenmannschaften feiern. Im Rahmen dieser Veranstaltung will die Abteilung als Highlight ein Spiel zweier Spitzenmannschaften organisieren. Außerdem stehen wieder die Ellwanger Schulmeisterschaften auf dem Programm, bei denen man den Rekord von 45 teilnehmenden Teams überbieten will. Somit lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass der Basketballsport in Ellwangen einen festen Platz eingenommen hat. Viele Komponenten haben dazu geführt. Wichtig war, dass ein junges Team, in den Anfängen im Schnitt 16 Jahre alt, bereit war, Verantwortung und Pflichten zu übernehmen. Weiterhin war die Zusammenarbeit innerhalb der Kooperation Schule und Verein immer vorbildhaft und nicht zu vergessen, in allen Fällen fand die Abteilung Unterstützung vom Hauptverein.

So gesehen wird Basketball seine Rolle innerhalb der Stadt und im allgemeinen Sportgeschehen sicher behaupten und bei gleichem Einsatz auch ausbauen können.

Meister der Bezirksliga 1995 B.Winkens, P.Göggerle, K.Veit, Markus Schmidt, A.Weber K.Winkens, C.Veit, C.Weißkopf, E.Veit, C.Lutz, K.Uhl

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