Chronik: Rolli-Basketball


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von Dieter Klemm


“Jeder kann teilnehmen”
Seit 1980 bietet der TSV Rollstuhl-Basketball an. An dieser Sportart kann heute jeder teilnehmen, also auch Sportler ohne jegliche Behinderung, die sogenannten “Fußgänger”. Jeder Teilnehmer wird aufgrund seiner Behinderung klassifiziert. So erhält ein Spieler ohne Behinderung 4,5 Punkte, ein Punkt ist die niedrigste Einstufung. Die jeweils fünf Spielenden dürfen in Summe nicht mehr als 14,5 Punkte aufweisen.

Schwierig war in den beiden ersten Jahren die Entscheidung, ob wir nun letztlich Freizeit- oder Leistungssport ausüben wollen. Deutlich kristallisierte sich der Trend zum Leistungssport heraus. So wagten wir es bereits 1981 an einer offiziellen Verbandsrunde teilzunehmen. Im deutschen Rollstuhl-Basketball gibt es fünf Ligen: Verbandsliga, Oberliga, Regionalliga sowie die höchste Klasse 1. und 2. Bundesliga. Erlebt haben wir in den letzten Jahren alle Höhen und Tiefen, die es im Sport gibt.

Erfolge und Niederlagen lösten sich im Wechselspiel ab. In der Saison 1989/90 brachten wir es sogar bis ins Oberhaus der 1. Bundesliga. Unvergessen werden trotz stetem “Auf und Ab” viele Spiele bleiben. So zum Beispiel, als wir in der 1. Bundesliga gegen den RSG Koblenz 60:50 zu Hause gewinnen konnten. Auch das Spiel gegen den zig-fachen Meister USC München vor 300 Zuschauern in der Ellwanger Rundsporthalle wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Nach Misserfolgen und Abstieg bis in die Verbandsliga konnten wir uns erneut steigern und mühsam wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren. Geschwächt durch einige altersbedingte Spielerabgänge, haben wir uns letztlich für die Spiel-Saison 1994/95 zu einer Spieler-Kooperation mit der uns befreundeten Rollstuhlmannschaft aus dem bayerischen Donauwörth entschlossen. Unsere Ellwanger Spieler sind eine enorme spielerische Verstärkung dieser Mannschaft und es gelang, souverän die Meisterschaft der 2. Bundesliga zu erringen und gleichzeitig in die 1. Bundesliga aufzusteigen (Tabellenstand z. Zt. 6. Platz).

Neuzugänge lassen hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mit einer kompletten TSV Mannschaft in die Spielrunde einsteigen können. Leider ist die Bodenbeschaffenheit der Rundsporthalle für den Rollstuhlsport nicht geeignet, sodass wir unseren Trainingsbetrieb montags in die Sporthalle der Bundeswehrkaserne verlegten.

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