Chronik: Badminton


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von Gebhard Wiedenhöfer

 

Badminton, eine neue Sportart
1873 spielte der Herzog von Beufort auf seinem Landsitz in Badminton das indische Federballspiel “Poona” erstmals über ein Netz. Dem Spiel wurden damals Regeln verliehen. Da dies in “Badminton” geschah, hatte das Spiel neben seinem sportlichen Charakter auch seinen Namen: Badminton.

Badminton ist über das Freizeitspiel “Federball” hinaus eine der schnellsten Sportarten der Welt. Badmintonspieler brauchen neben einer allgemeinen Kondition, Schnelligkeit, Gewandtheit, Reaktion und sehr viel Ballgefühl, um den sehr leichten Kunststoff- oder Naturfederball mit Schlägern unter 100 g in der Halle zu spielen. Neben Turnieren und Meisterschaften wird Badminton als Mannschaftssport gespielt. Eine Vereins-Mannschaft besteht aus vier Herren und zwei Damenmannschaften, welche je zwei Einzel-, Doppel oder Mixedspiele austragen müssen.

Badminton ist aber auch, wie keine andere Sportart, ein Sport für jedermann. Die Spielidee ist unkompliziert, die technisch-taktischen Grundlagen sind rasch erlernt. Faktoren wie Körpergröße und Kraftniveau spielen keine entscheidende Rolle, der Kreativität und Phantasie wird ein breites Betätigungsfeld geboten.

Wie alles begann. Man schrieb Juni 1980, als der TSV Ellwangen erstmals zum Training einlud. Die Initiatoren waren Dr. Reiser und Hermann Weber. Die ersten Trainingsabende, freitags, wurden ein voller Erfolg. Der Ansturm der Interessenten konnte kaum bewältigt werden. Im Dezember 1980 war die offizielle Abteilungsgründung; die Leitung der Abteilung übernahm Josef Lehmann und Otto Dolzer, später noch Ernst Meifert und Stefan Preker. Ab 1983 Josef Lehmann, Irmgard Hieber und Gebhard Wiedenhöfer. Am Aschermittwoch des Jahres 1981 wird in die Halle des Peutinger-Gymnasiums gewechselt und erstmals auf “richtigen” Spielfeldern trainiert

Zwei Übungszeiten am Mittwoch und Freitag können angeboten werden. 1982 nehmen bereits drei Mannschaften an Verbandsspielen teil. Auch die Jugend begeisterte sich für den schnellen Sport, und so werden ab Januar 1983 zwei Trainingsterrmine für Altersgruppen 10-13 und 1 -18 Jahren angeboten. Höhen und Tiefen: Eine im selben Jahr an Verbandspielen beteiligte Jugendmannschaft erreicht auf Anhieb den zweiten Platz der Bezirksrunde.

Nach jahrelangem Ringen mit der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat werden im November 1984 in der Rundsporthalle acht Spielfelder eingezeichnet, welche der Abteilung die Verbesserung der Trainingszeiten ermöglichten. Sowohl Wettkampf als auch lockerer Freizeitsport können nun stattfinden; Turniere, Spiel-Treffs, sportliche und gesellige Aktivitäten stehen auf dem Programm.

Im selben Jahr wird die 2. Mannschaft Meister der Kreisliga B. Als Ergänzung zu den bestehenden Trainingsterminen wird 1985 der nun schon traditionelle” Lauftreff’ am Montag ins Leben gerufen; er soll die Trainingsgrundlage für die im Badminton erforderlich anaerobe Ausdauer schaffen.

Die Badmintonabteilung kann zum 5-jährigen Jubiläum bereits auf zahlreiche überwiegend selbst in der Rundsporthalle durchgeführte Turniere zurückblicken (Virngrund-Cup, Landesmeisterschaften der Junioren, Jedermann-Turniere und viele andere Veranstaltungen), bei denen so manche Ellwanger Spieler oder Spielerin gewonnen hat, und wenn es nur an Erfahrung war. 1986 gewinnt Christion Fesl bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft den Meistertitel im Schüler-Doppel und belegte im Einzel einen hervorragenden 3. Platz.

Die 1. Mannschaft erringt die Meisterschaft in der Kreisliga-A und steigt in die Bezirksliga auf. Die Schülermannschaft erreicht den 4. Platz in Baden-Württemberg. Unsere jedes Jahr in den Pfingstferien stattfindenden Fahrradtouren, die uns über die “Rue de vin” im Elsaß, an der Donau entlang nach Wien oder in die wilde “Puszta” führten – zeigen, dass bei uns auch der gesellige Teil nie zu kurz kommen durfte. Im Februar 1990 steigt unsere 1. Mannschaft in die Landesliga auf. Scheinbar am Höhepunkt angekommen, legt im Jahre 1991 der bisherige Abteilungsleiter sein Amt nieder; die Badmintonabteilung erfährt einen gewaltigen Umbruch, der zur Auflösung sämtlicher aktiver Mannschaften führt.

“Warten auf den Wettkampf” Württembergische Jugendmeisterschaft 1991 in Ellwangen

 

Aber es ging trotzdem weiter! Eine rasch gebildete kommissarische Abteilungsleitung beschließt, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, jedoch mit Trend in Richtung Freizeitsport. Bei im Dezember 1991 stattfindenden Neuwahlen übernehmen Gerhard Wiedenhöfer und Priska Henle die Abteilungsleitung. Seit April 1995 ist Heidi Erhardt für die Abteilungskasse zuständig. Stellvertretender Abteilungsleiter wurde Christoph Bruns.

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